Berlin ist Schlusslicht in Sachen Eigentum Die Berliner Immobilienmesse will gegensteuern – und zeigt Wege zum smarten Zuhause

Berlin wächst und wächst und bleibt dabei eine Mieterstadt. Die Nachfrage nach Wohnungen im Großraum Berlin ist so groß wie noch nie. Pro Jahr werden etwa 20.000 neue Wohnungen benötigt, schon 2030 werden vier Millionen Menschen in der Stadt leben. Was das Verhältnis zwischen Eigentums- und Mietwohnungen betrifft, so liegt Berlin im europaweiten Vergleich jedoch immer noch weit hinten. Lediglich knapp 15 Prozent der Berliner wohnen aktuell im eigenen Zuhause. Die Tendenz in Richtung Eigentum steigt.

Daher boomt die Baubranche. Immobilienentwickler wie die AGROMEX schließen Baulücken und bebauen Brachen. Denn mittlerweile plant jeder vierte Deutsche, in eine Immobilie zu investieren. Vor allem die Berliner orientieren sich mehr und mehr in Richtung Eigentumswohnung. Gleichzeitig liegt Berlin bei ausländischen Kapitalanlegern hoch im Kurs. Denn die Stadt ist weltweit angesagt, der Wert des Eigentums steigt rasch.

„Für Mietwohnungen gibt es in Metropolen wie Berlin immer einen großen Bedarf, daran wird sich auch nichts ändern“, sagt Franz Rembold, Geschäftsführer der AGROMEX GmbH. „Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus und des attraktiven Angebots ist Wohnen im Eigentum für viele Menschen nun auch interessant.“

Großes Interesse an Eigentumswohnungen

„Um das große Interesse an Eigentumswohnungen zu befriedigen, gibt es unter anderem die Berliner Immobilien Messe BIM, die in diesem Jahr erneut expandierte: Zehn Prozent mehr Aussteller, zehn Prozent mehr Fläche und auch jährlich etwa zehn Prozent mehr Besucher. Mehr als 50 Bauträger, Makler und Finanzierer vor Ort vertrieben mehr als 10.000 neugebaute Eigentumswohnungen und Häuser. Auch ganz neue Bauvorhaben wurden dort erstmals vorgestellt”, resümiert Rembold. Die Messe, hinter der der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Träger steht, soll in erster Linie Eigennutzer und Kapitalanleger ansprechen, die sich auf den Kauf von Wohnimmobilien im Großraum Berlin konzentrieren. Also eine Messe ohne Streuverluste direkt für den Endverbraucher. Das Gros der Käufer kommt aus Berlin – im vergangenen Jahr waren es knapp 4.000 – und die meisten von ihnen wollen die neue Immobilie am Ende dann auch selbst nutzen.

Trend „smart living“

Auf der Messe wurde ein weiterer Trend ganz deutlich, hin zu Wohnungen mit geringerer Fläche und höherem Nutzungspotenzial. In Metropolen wie Berlin führt die steigende Verdichtung dazu, dass Wohnraum nicht verschwendet werden darf. Denn der Preis einer Immobilie – ganz gleich, ob Miete oder Eigentum – bestimmt sich eben vor allem durch den Quadratmeterpreis. Wenn diese steigen, weichen Käufer und Mieter mit begrenztem Budget auf Wohnungen mit einer geringeren Wohnfläche aus. Das klingt oft negativer als es ist, denn Architekten, Ingenieure und Immobilienentwickler tüfteln an Ideen, wie man die vorhandene Wohnfläche optimal nutzen kann. Mit verblüffenden Ergebnissen: Intelligent geschnittene Wohnungen bieten dem Bewohner oft mehr Möglichkeiten, als größere Wohnungen mit einem nicht effizienten Grundriss. Auch durch das Spiel mit Licht können bemerkenswerte Effekte erzielt werden. Das Zauberwort lautet „smart living“.

„Als Immobilienentwickler mit Gespür für den Markt reagieren wir natürlich auf solche Entwicklungen“, so Franz Rembold. „Ist weniger Platz vorhanden, so muss dieser smart genutzt werden, beispielsweise durch intelligente Grundrisse. Große Fenster und viel Licht führen zu hellen Räumen, die viel großzügiger wirken. In den meisten Fällen führt eine solche Herangehensweise zu besseren Ergebnissen als ein undurchdachter und verschwenderischer Umgang mit Fläche.“

Gelingt es Berlin, das zu beherzigen und zu erfüllen, sind die Voraussetzungen geschaffen, um dem Boom der Hauptstadt auch den erforderlichen Raum für die Zukunft zu geben.

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